Es gibt tolle kostenlose Texter-Tools und Apps zum Schreiben, die die Arbeit und Organisation extrem erleichtern. Ich stelle dir meine aktuelle Lieblingsauswahl vor.

Diese Tools zum Schreiben, Organisieren und Recherchieren verwende ich für meine Arbeit als freie Lektorin und Texterin fast jeden Tag. Wenn du auch noch gute Tipps hast, schreibe sie gern als Kommentar unter dem Beitrag.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Für die Inhalts- und Studienrecherche
  2. Praktische Tools für die Organisation
  3. SEO-Tools für die Keyword-Recherche
  4. Tipps und Tools für die Texterstellung
  5. Tipps für eine bessere Konzentration beim Schreiben
  6. Kostenlose Texter-Tools für die Qualitätsprüfung
  7. Gratis-Bilder und Bildbearbeitung

 

Für die Inhalts- und Studienrecherche

Wer hochwertigen und fundierten Content bieten möchte, muss vorher recherchieren, was es zum Thema bereits an Artikeln, Studien und Medienbeiträgen gibt. Dazu muss man nicht unbedingt in die örtliche Uni- oder Stadtbibliothek gehen, sondern kann die Suche mit kostenlosen Texter-Tools bequem online starten.

Das Tolle: Wenn du bei Online-Texten seriöse Quellen nutzt und verlinkst, belohnt dich Google mit einer besseren Platzierung bei den Suchergebnissen. Die Mühe bei der Recherchearbeit lohnt sich also.

1. Google Scholar ist eine umfangreiche Suchmaschine für wissenschaftliche Texte und eignet sich damit als Einstieg für die Literaturrecherche, wenn du fachlich fundierte Inhalte suchst. Man erhält dort teilweise kostenlos seitenweise Einblick in die Studien.

2. Google Books ist eine riesige Sammlung digitalisierter Bücher. Dort finden sich nicht nur wissenschaftliche Abhandlungen, sondern Bücher aller Art. Oft lassen sich viele Seiten kostenlos lesen. Vor allem Sachbücher sind für die Recherche vieler Themen sehr hilfreich.

3. Statista ist eine Datenbank, auf der du allerlei Statistiken von Markt- und Meinungsforschungsinstituten findest. Das ist besonders praktisch, wenn du ein Phänomen oder Problem mit konkreten Zahlen und Fakten verdeutlichen möchtest.

4. Universitätswebsites: Unis teilen viele ihrer Studienergebnisse auf ihrer Website. Um interessante Aspekte für deinen Text zu finden, gib einfach dein Thema plus „Universität“ oder „Studie“ in deine Suchmaschine ein.

 

Praktische Texter-Tools für die Organisation

5. Trello ist ein Online-Tool, mit dem sich leicht Aufgaben und Projekte verwalten lassen. Du kannst dir kostenlos Boards zu Projekten erstellen, auf denen du Listen mit verschiebbaren Karten anlegst. Diese kannst du nach Belieben mit vielen weiteren Features ausstaffieren. Ein Kalender ist anbindbar und die gemeinsame Arbeit im Team ist auch möglich. So lässt sich die Übersicht auch über große Projekte und Pläne behalten.

6. Um Gedanken zu ordnen, Pläne zu schmieden oder Brainstorming zu machen, ist die Erstellung von Mindmaps sinnvoll. Mit MindMeister lassen sich auch riesige Gedankenlandkarten ganz einfach im Webbrowser gestalten. In der kostenlosen Version können bis zu drei Mindmaps erstellt werden.

7. Bei der Schreibarbeit ist es häufig sinnvoll, die Zeit zu tracken, um die Übersicht zu behalten, Arbeitszeiten zu planen oder auch stundenbasiert abrechnen zu können. Time-Tracking-Apps wie Toggl sind nützliche Tools fürs Zeitmanagement. Damit lassen sich verschiedene Projekte oder Kund*innen anlegen, Monatszeitziele angeben und die Berechnung eines Stundensatzes integrieren.

8. Pocket ist das perfekte kostenlose Texter-Tool fürs Lesen im Internet. Wann immer du einen interessanten Artikel, Beitrag oder Video siehst, kannst du es mit wenigen Klicks auf der Poket-App speichern und später lesen. Du hast kostenlosen Zugriff von allen deinen Geräten, auf denen du die App installiert hast, kannst die Beiträge auch offline abrufen und dir sogar bequem vorlesen lassen.

 

kostenlose Texter-Tools am Laptop mit Notizbuch

Kostenlose Texter-Tools für entspannteres und effizienteres Arbeiten

 

SEO-Tools für die Keyword-Recherche

Schreibst du Online-Texte, solltest du dich auch mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auskennen. Und der erste Schritt zur SEO-Optimierung ist die Keyword-Recherche. Dazu gibt es viele beliebte Online-Tools, die du in der Grundversion auch kostenlos nutzen kannst.

9. Nutze Google: Gib im ersten Schritt bei Google nacheinander deine Ideen für mögliche Keywörter ein und schaue, was dir die Autocomplete-Funktion für Vorschläge macht. Unten auf der Seite der Suchergebnisse sind zudem „Verwandte Suchanfragen“ aufgelistet, die du ebenfalls zur Inspiration nutzen kannst.

10. Ubersuggest bietet dir u. a. einen Überblick über das monatliche Suchvolumen deines eingegebenen Keywords und zeigt die SEO-Difficulty an (also wie schwer es aufgrund der vorhandenen Beitrags-Konkurrenz ist, zu diesem Keyword zu ranken). Zudem teilt es Keyword-Ideen mit dir. In der kostenlosen Version lässt sich allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Keywords pro Tag testen.  

11. Bei Answer the public gibst du deine Keyword-Idee ein und erhältst mehrere Übersichten, welche Fragen Nutzer*innen in diesem Zusammenhang interessieren. Auch hier ist die Nutzung bei der kostenlosen Variante auf ein paar Keywords täglich begrenzt.

12. Google Trends bietet eine Übersicht, zu welchem Zeitpunkt wie viele Nutzer*innen einen Suchbegriff in die Suchmaschine eingegeben haben. So lassen sich neue Trends identifizieren, aber auch jährlich wiederkommende saisonale und regionale Lieblingsthemen entdecken.

Tipps und Tools für die Texterstellung

Es gibt eine Menge kostenloser Texter-Tools, die die Schreibarbeit von Autor*innen, Blogger*innen & Co erleichtern. Denn gute Ideen und Talent sind nur die halbe Miete – das Schreiben an sich ist dagegen ein Handwerk, das erlernt und trainiert werden muss.

13. Für Übersetzungen ist DeepL schon lange kein Geheimtipp mehr. Der Onlinedienst bietet in vielen Fällen überzeugende Formulierungen, die flüssig klingen, und zeigt auch alternative Begriffe an. Zudem gibt es eine praktische Integration der App in Windows und macOS.

14. Tastenkombinationen in Word helfen dabei, effizienter und schneller zu arbeiten, weil der Wechsel zwischen Tastatur und Maus sowie die Suche nach dem richtigen Menüpfad entfällt. Ganz ähnliche Tastenkombinationen gibt es auch als Shortcuts für Google Docs. Tipp: Hefte dir die für dich wichtigsten Tastenkombinationen als Notiz an den Bildschirm.

15. Wer selbst schreibt, kennt es: Die gesuchte Formulierung liegt auf der Zunge, aber man kommt einfach nicht drauf. In dem Fall sind Online-Synonym-Wörterbücher sehr hilfreich. Open Thesaurus und Woxicon bieten eine Übersicht über Synonyme, Gegenwörter und Assoziationen. Das Wortschatz-Portal der Universität Leipzig gibt zudem graphische Darstellungen darüber, mit welchen Wörtern der gesuchte Begriff häufig im Zusammenhang gebraucht wird.

16. Gendern ist heutzutage nicht mehr nur Statement, sondern wird zunehmend zur Normalität in weiten Teilen der medialen Sprachwelt. Einfach umzusetzen ist eine geschlechtergerechte Sprache deswegen vor allem Anfang jedoch leider nicht. Kein Grund darauf zu verzichten! Denn Hilfe beim Gendern gibt es online zum Beispiel in Form von Genderwörterbüchern wie geschicktgendern.de oder genderapp.org. Letzteres gibt es auch als praktisches Add-in für Microsoft Word.

 

Tipps für eine bessere Konzentration beim Schreiben

Wer kennt es nicht: Mitten in der Arbeit beginnen die Gedanken zu wandern, dauernd wird man abgelenkt – oder sucht gezielt nach Ablenkung. Um mit der Textarbeit zügig voranzukommen, bedarf es einer Menge Selbstdisziplin. Wer die nicht hat oder jeden Tag aufbringen kann, kann sich selbst mithilfe von Apps und Selbstmangementstrategien pushen.

Pomodoro-Technik für ein besseres Zeitmanagement

Pomodoro-Technik für ein besseres Zeitmanagement

 

17. Time-Tracking-Apps wie Be Focused helfen dir dabei, deine Arbeitsweise nach der berühmten Pomodoro-Technik auszurichten. Dabei unterteilst du deine Arbeit und die Pausen nach festen Zeitblöcken, zum Beispiel: 25 Min Arbeit – 5 Min Pause – 25 Min Arbeit – 5 Min Pause usw. In der festgesetzten Zeit konzentrierst du dich dann voll auf deine Arbeit, während du dich in der Pause bewusst vom Bildschirm abwendest.

18. Um die Arbeitspause sinnvoll zu nutzen, eignet sich zum Beispiel eine Meditation. Das bündelt deine Konzentration und gibt dir Kraft für den nächsten Arbeitsblock. Meine Lieblings-Meditations-App ist Insight Timer. Sie bietet auch in der kostenlosen Version viele Einsteiger-Kurse, Live-Events und Meditationen, die perfekt in verschiedenen Arbeitssituationen passen (z. B. Motivation, Zielsetzung, Fokussierung, Beruhigung, Empathie).

19. Übrigens müssen es gar nicht immer die neusten Apps sein. YouTube bietet viele Möglichkeiten, dich bei der Arbeit mit kostenlosen Videos zu unterstützen. Wenn zum Beispiel die Konzentration nachlässt, hilft oft Bewegung. Gib dann einfach „Workout für zwischendurch“ ein und du erhältst eine große Auswahl an kurzen Trainingsvideos. Bist du eher auf der Suche nach konzentrationsfördernder Musik, probiere es mit dem Suchbegriff „instrumental“. So erhältst du eine breite Auswahl an Playlists, die auch beim Texten nicht stören.

 

Kostenlose Texter-Tools für die Qualitätsprüfung

Ist der Text fertig geschrieben, sollte er vor der Veröffentlichung noch durch die Qualitätskontrolle. Auch dafür gibt es Online-Tools, mit denen du kostenlos deinen Text prüfen und die beabsichtigte Wirkung verbessern kannst.

20. Um die Rechtschreibung zu überprüfen, eignet sich der Duden-Mentor. In der kostenlosen Version lassen sich bis zu 800 Zeichen auf einmal in die Prüfmaske eingeben. Solche Tools können allerdings nicht alle Fehler aufdecken, weswegen das eigene Korrekturlesen damit nicht ersetzt werden kann. Wer seine Fähigkeiten darin verbessern will, kann sich meine 30 Tipps fürs Korrekturlesen anschauen.

21. Das Online-Portal korrekturen.de ist eine zuverlässige Anlaufstelle bei Fragen rund um die deutsche Rechtschreibung. Bei einzelnen Zweifelsfällen findet man im Forum idealerweise bereits Antworten von Sprachexpert*innen oder kann selbst einen neuen Beitrag verfassen.

22. Die WORTLIGA Textanalyse ist bei vielen Autor*innen beliebt, um die beabsichtigte Wirkung des Textes zu überprüfen. Basierend auf dem Hamburger Verständlichkeitsmodell gibt das kostenlose Texter-Tool Auskunft darüber, wie verständlich, prägnant und anregend die verwendete Sprache ist.

23. Viele Blogartikel locken Leser*innen mit der Angabe der geschätzten Lesedauer über der Überschrift. Mit dem kostenlosen Tool niram.org kannst du das für deinen Text schnell und unkompliziert herausfinden.

 

Gratis-Bilder und Bildbearbeitung

24. Bilder im Text sind wichtig, denn sie ziehen Blicke auf sich, lockern lange Textpassagen auf und veranschaulichen das Thema. Viele Plattformen wie zum Beispiel Unsplash bieten Fotos zu den verschiedensten Themen gratis zum Downloaden. Hier ist nur wie immer Vorsicht bei den Urheberrechten geboten.

25. Ein leicht zugängliches Tool für Graphiken und Bild-Text-Kombinationen ist Canva. Es bietet dir auch in der kostenlosen Version sehr viele Vorlagen für Blogposts, Social-Media, Prospekte, Poster usw. Du kannst deine eigenen Bilder hochladen und mit Text versehen oder die Vorlagen nach Belieben verändern.  

 

Fazit 

Gutes Schreiben will gelernt sein. Neben Talent und Kreativität brauchen Texter*innen, Blogger*innen & Co. vor allem eins: die richtigen Hilfsmittel für effizienteres und entspannteres Arbeiten. Es gibt viele Texter-Tools, die wir dafür in der Grundversion kostenlos nutzen können. Sie vereinfachen die Themen- und Keyword-Recherche, die Organisation, die Texterstellung selbst, die Qualitätskontrolle und sogar die Bildbearbeitung. Schreibst du selbst regelmäßig und nutzt dafür ein besonderes Hilfsmittel, das du unbedingt empfehlen möchtest? Dann teile es gerne mit uns und schreibe es in die Kommentare.