Ein Corporate Blog wird von immer mehr Unternehmen und Selbstständigen genutzt, um Kund:innen im Internet von sich zu überzeugen. Doch wie funktioniert der eigene Unternehmensblog genau und welche Vorteile ergeben sich für meine Zielgruppe und für mein Unternehmen?

Inhaltsverzeichnis

 

Was ist ein Corporate Blog?

Ein Corporate Blog ist ein Unternehmensblog, also eine Webseite, auf der ein Unternehmen regelmäßig für seine Kund:innen relevante Blogartikel veröffentlicht. So ein Business-Blog kann zum Kundenmagneten werden, wenn du an den richtigen Stellschrauben drehst.

 

Warum sollte ich für mein Business bloggen?

Was im englischsprachigen Raum schon weit verbreitet ist, findet auch hier immer mehr Anklang: der eigene Firmenblog. Doch einen Blog zu befüllen und am Laufen zu halten, erfordert Zeit und zusätzliche Kosten. Viele Unternehmen oder Selbstständige, die bereits eine eigene Website und Social-Media-Accounts pflegen, treibt daher die Frage um, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Wie viel Mehrwert bringt ein Business-Blog also und was sind die konkreten Vorteile?

Ein Corporate Blog hat viele Vorteile, z. B. werden mehr Reichweite und Kundenvertrauen geschaffen.

Wie ein Corporate Blog deinen Umsatz steigert

Deine Website lockt mit hochwertigem Content

Ein klarer Pluspunkt des Corporate Blogs: Deine Website erstrahlt in neuem Glanz. Denn die typischen Reiter auf Unternehmenswebsites „Start“, „Über uns“, „Angebot“ und „Kontakt“ werden nach der Veröffentlichung eher selten aktualisiert. Mit einem Blog kannst du dagegen deine Website regelmäßig mit aktuellen Themen füllen, für die sich deine Zielgruppe brennend interessiert.

Schritt für Schritt ergänzt du so deinen Blog um Artikel, die genau zu deinem Businessthema passen und Probleme potenzieller Kund:innen lösen. Das erweckt nicht nur mehr Aufmerksamkeit im Web, sondern sorgt zudem auch für wiederkehrende Besucher:innen.

 

Du kannst deine Expertise unter Beweis stellen

Dein eigener Business-Blog ist der Ort, an dem du dein geballtes Wissen zur Schau stellen kannst – ohne als Selbstdarsteller:in zu agieren. Denn es stehen nicht du oder dein Hobby im Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse deiner Zielgruppe. Auf einem Corporate Blog erhoffen sich Besucher:innen also Artikel über Probleme und Trends rund um das entsprechende Business-Thema.

Im besten Fall schaffst du es, deiner Zielgruppe das Gefühl zu geben, dass du ihre Gedanken lesen kannst, weil du zu jeder ihrer aktuellen Sorgen oder Interessen einen Blogartikel parat hast. Dadurch werden sich auch bei zukünftigen Fragen die Leser:innen an deinen Blog als Quelle für verlässliche Informationen erinnern. So gelingt es dir, langfristig Interessent:innen zu binden und dich als Expert:in in deinem Bereich zu etablieren.

 

Dein Business wird sichtbarer im Web

Suchmaschinen lieben aktive Websites mit regelmäßigen Veröffentlichungen und gutem Linkbuilding, wie Google in seiner Einführung in die Suchmaschinenoptimierung durchblicken lässt. Wenn eine Seite also zum Beispiel wöchentlich hochwertigen Content zu einem bestimmten Thema veröffentlicht, wird das honoriert – mit einer besseren Platzierung in den Suchmaschinenergebnissen.

Falls du allerdings auf den begehrten vorderen Plätzen bei Google landen möchtest, solltest du dich aktiv mit SEO auseinandersetzen oder Profis für deine Blogartikel engagieren. Denn rund um Platz eins, zwei oder drei der Suchergebnisse kann je nach Thema ein hart umkämpfter Wettbewerb herrschen.

 

Evergreen-Artikel sorgen langfristig für neue Websitebesucher:innen

Das Besondere am Corporate Blog ist, dass es sich um eine langfristige Marketingstrategie handelt. Als Teil des sogenannten Content Marketings setzt er auf Inhalte, die die Zielgruppe informieren, unterhalten oder beraten sollen. Doch anders als bei Social-Media-Posts profitierst du von guten Blogartikel auch noch nach Jahren.

Sogenannte Evergreen-Artikel behandeln grundsätzliche Probleme und Interessen deiner Zielgruppe. Sie unterliegen also keinen Trends, sondern sind immer aktuell. Mit solchen Evergreens kannst du laufend und langfristig bei den entsprechenden Suchmaschinenergebnissen erscheinen.

 

Du hast immer Themen für Social Media

Ein Business-Blog ist nicht nur für das Erscheinen bei den organischen Suchmaschinenergebnissen von Vorteil. Mit einem guten Blog hast du zudem immer genug interessante Themen, auf die du in deinen Social-Media-Accounts verlinken kannst. Das nennt man Content-Recycling.

Hast du einen thematischen Volltreffer gelandet und Dinge angesprochen, die deine Zielgruppe beschäftigen und bewegen, werden deine Inhalte außerdem geteilt. Dadurch steigert sich deine Reichweite – und zwar, weil du relevanten Content lieferst, und nicht etwa, weil du für Werbung bezahlst.

Interessenten teilen, liken und kommentieren auf einem Corporate Blog

Mehr Reichweite gewinnen mit einem Corporate Blog

 

Ein Corporate Blog spiegelt deine Unternehmenswerte wider

Ein Corporate Blog trägt entscheidend dazu bei, wie dein Unternehmen von außen wahrgenommen wird. Das Wording, die Bildsprache, die Tonalität und Themenbehandlung ergeben einen bestimmten Gesamteindruck. Dadurch kannst du gezielt deine Marke stärken und das Firmenimage lenken. Es ist also auch der Ort, an dem du Gesicht zeigen und zu gewissen Themen direkt oder indirekt Stellung beziehen kannst.

Doch Vorsicht: Ein Corporate Blog ist kein privater Blog, auf dem du nach Lust und Laune über Alltagsanekdoten oder persönliche Belange berichtest. Stattdessen sollten die Themen rund um die Bedürfnisse deiner Zielgruppe kreisen, die du in deinem Business erfüllen kannst. Dabei sollte stets ein gewisses Maß an Professionalität eingehalten werden, sonst wirkt der Blog nicht als verlässliche Quelle. Achte daher darauf, dass deine Sprache nicht zu emotional oder umgangssprachlich ist und jeder Artikel Mehrwert für deine Zielgruppe bietet.

 

Interessent:innen sehen, ob ihr auf einer Wellenlänge seid

Ein Corporate Blog sollte aber auch nicht zu steril und steif sein, sondern zu deiner Unternehmerpersönlichkeit und Marke passen. So kann ein:e Interessent:in direkt sehen, ob ihr euch beruflich matcht. Es ist im Internet zum Beispiel inzwischen verbreitet, sich zu duzen oder zu gendern. Wenn dir das allerdings für deine Zielgruppe nicht angebracht erscheint oder selbst gegen den Strich geht, solltest du auf dein Gefühl hören und beim konservativeren Habitus bleiben.

Das Tolle am Corporate Blog ist nämlich, dass er die zu dir passenden Websitebesucher:innen anzieht. Je mehr authentischen Content du also zur Verfügung stellst, desto besser können die Leser:innen entscheiden, ob ihr auf einer Wellenlänge schwimmt.

 

Du hilfst deiner Zielgruppe bei ihrer Kaufentscheidung

Kaufen will gerade im Internet gut überlegt sein. Deswegen setzt Content Marketing nicht darauf, Interessent:innen zu blenden und mit psychologischen Tricks zum Kauf zu bewegen. Denn zu aufdringliche oder unglaubwürdige Werbung nervt die meisten User:innen nur. Dann wird die Seite einfach weggeklickt – und in vielen Fällen nie wieder besucht.

Geht es darum, für etwas Geld auszugeben, lassen sich die meisten nämlich gern mehr Zeit. Eine Statista-Studie zeigt, dass vom ersten Websitebesuch bis zum Kauf je nach Branche 45 bis 120 Stunden vergehen können, falls überhaupt gekauft wird. Es wird also in den seltensten Fällen beim ersten Besuch einer Seite auf den Kaufbutton geklickt. In der Zwischenzeit werden mehr Informationen eingeholt, Rezensionen gelesen und weitere Angebote und Seiten verglichen.

Auf einem Corporate Blog erhalten Interessent:innen deshalb die Möglichkeit, sich ausführlich über Hintergründe, Vorteile oder auch Kaufprozesse zu informieren. Dank der Transparenz können sie sich in Ruhe ein Bild vom Unternehmen machen. Ohne aufdringlich oder bevormundend zu sein, kann das Unternehmen so beim Kaufprozess unterstützen, während die User:innen im eigenen Tempo ihre Customer Journey durchlaufen.

 

Du gewinnst das Vertrauen potenzieller Kund:innen

Ein Corporate Blog soll zwar letztendlich auch den Umsatz von Unternehmen steigern, funktioniert aber ganz anders als Werbeannoncen oder Verkaufsseiten. Denn auf dem Blog werden hochwertige Inhalte und wertvolles Wissen kostenlos zur Verfügung gestellt, und zwar ohne Wenn und Aber. Zwar sollte hin und wieder auf die Verkaufsseiten des Unternehmens verlinkt werden, schließlich kann auch das von Interesse für die Zielgruppe sein. Im Vordergrund steht jedoch, dass die Besucher:innen gut beraten, informiert oder unterhalten werden – ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen.

Denn ein Corporate Blog fungiert nicht als Werbetafel oder Verkaufsfalle, sondern als Trustsignal. Das heißt, er signalisiert Interessent:innen: Hier setzt sich jemand mit deinen Bedürfnissen auseinander. Hier kannst du dich zu deinen aktuellen Themen informieren und erhältst bei Bedarf Hilfe von Profis. So können sich Unternehmen langfristig glaubwürdig darstellen und gewinnen das Vertrauen potenzieller Kund:innen.

 

Du verbesserst deine Zielgruppenansprache und dein Angebot

Ein weiterer Vorteil eines Corporate Blogs: Du setzt dich intensiver mit deiner Zielgruppe auseinander. Denn wer relevante Blogartikel mit Mehrwert schreiben will, muss wissen, was die Zielgruppe umtreibt, was die zentralen Ängste, Sorgen und Bedürfnisse sind. Steigen die Klickzahlen und werden deine Beiträge auch bei Social Media geteilt, weißt du, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Außerdem wirst du greifbarer, kommst über die Kommentar- oder Nachrichtenfunktion öfter mit Interessent:innen ins Gespräch. Und mit jedem Austausch lernst du deine Zielgruppe etwas besser kennen. Dadurch wird langfristig nicht nur die Qualität und Relevanz des Blogs gesteigert. Du erhältst zudem eine Übersicht über Kund:innenwünsche und kannst dein Angebot dadurch passgenau verbessern.

 

FAQ

 

Ist ein Corporate Blog das Gleiche wie eine Unternehmenswebsite oder Homepage?

Nein, ein Corporate Blog ist Teil einer Unternehmenswebsite, die aus mehreren Unterseiten besteht. Neben der Startseite, Über-uns-Seite, Angebots- und Verkaufsseiten etc. gibt es den Blog. Er ist in der Regel über einen eigenen Reiter namens „Blog“ in der Menüleiste zu erreichen.

Wie starte ich einen Unternehmensblog?

In aller Kürze: Setze dir ein Unternehmensziel, definiere dein Blogthema, erstelle einen Redaktionsplan, füge deiner Unternehmenswebsite die Unterseite „Blog“ hinzu, schreibe regelmäßig gute Artikel und bewirb sie auf Social Media. Oder hol dir Hilfe von Profis.

Über was für ein Thema sollte ich bloggen?

Ein Corporate Blog sollte das zentrale Thema des Unternehmens und die damit verbundenen Anliegen der Kund:innen aufgreifen.

Muss ich gut schreiben können für meinen eigenen Corporate Blog?

Ja, die Qualität der Blogartikel ist sehr wichtig, sonst wirkt der Blog und damit auch das Unternehmen unprofessionell. Du solltest dich daher im Schreiben weiterbilden oder eine:n professionelle:n Blogger:in beauftragen.

Wie sorge ich für hochfertigen Blogcontent?

Wichtig sind gute Themen mit Mehrwert für deine Zielgruppe, ein Redaktionsplan für regelmäßige Veröffentlichungen und die professionelle Texterstellung.

Wie schreibe ich einen guten Blogartikel?

Such dir ein relevantes Thema, setze eine Hauptüberschrift mit dem wichtigsten Keyword, mache eine Gliederung, setze Zwischenüberschriften, halte die Absätze kurz, integriere Bilder und Graphiken, nutze eine klare, lebhafte und fehlerfreie Sprache und behalte immer das Interesse deiner Zielgruppe im Auge.

Ich mache doch schon Social Media – brauche ich überhaupt einen Blog?

Ein Blog ist kein Ersatz für Social Media oder umgekehrt – beides kann sich aber gut ergänzen. Während Content auf Social Media in der Regel kürzer, unterhaltsamer, aber auch oberflächlicher ist, sind Blogartikel ausführlicher und auf die Lösung von konkreten Problemen oder Anliegen ausgerichtet. Aus einem Blogartikel lassen sich viele Inspirationen für Social-Media-Posts finden (sog. Content-Recycling).

 

Fazit

Ein Corporate Blog hilft also Unternehmen und Selbstständigen dabei, ihre Reichweite, Suchmaschinenplatzierung, Kundenansprache und Webpräsenz zu verbessern. Dazu gehört allerdings Zeit und Durchhaltevermögen, um mit regelmäßigen Artikelveröffentlichungen und sorgfältigen Themenrecherchen am Ball zu bleiben. Dann wirkt der Business-Blog nicht nur als Trustsignal, sondern auch als Kundenmagnet.